Durch neues Tor zum Weltnaturerbe – Vores Stedet Tæller projekt i “Der Nordschleswiger”

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Im Rahmen eines Realdanias-Projekt entsteht an der Auffahrt zum Römdamm eine neue Empfangsstätte mit einem Pfad und einer Gehbrücke.
Anfang 2018 wartet auf die Besucher, die sich auf den Weg auf die Insel Röm machen, an der Auffahrt zum Damm eine neue Art des Empfangs. Dort wo die Auffahrt zum Damm den Übergang zwischen der eingedeichten Kulturlandschaft in der Marsch und dem Wattenmeer mit seinem Status als Weltnaturerbe markiert, soll das Naturerlebnis noch stärker vermittelt werden. Mit dem neuen Vorstoß soll die Aufmerksamkeit verstärkt auf die einzigartige Naturlandschaft in Dänemark gerichtet werden.

Von Scherrebek kommend sind rechter Hand die Arbeiten für das Anlegen eines Pfads angekurbelt. „Dort wird ein Pfad über eine neu angelegte Warft geführt, und über den Deichgraben gibt es eine Füßgängerbrücke und am Deich wird eine Treppe entstehen“, berichtet die zuständige Projektleiterin vom Nationalpark Wattenmeer, Sara Lindholt. Von der kleinen neuen Anhöhe und dem Deich aus wird der Blick über die Marsch, den Deich, den Kleigraben, das Vorland und das weitgestreckte Watt und Meer frei.

Infotafeln und Parkplatz
Südlich des Damms wird ein Parkplatz geschaffen. Dort werden Infotafeln über das Weltnaturerbe und den Nationalpark informieren. Der Platz dort sei schon verhältnismäßig gefestigt, müsse aber noch etwas aufgehübscht werden, so die Projektleiterin. Die Stelle am Römdamm wurde gewählt, da die Kreuzung zwischen der Landstraße nach Röm und der nationalen Fahrradroute mit der Nummer 1, eine der Stellen im Nationalpark ist, die von den meisten Touristen passiert wird.

Wenn das Wetter mitspielt, sollte das Projekt zu Jahresbeginn fertig sein. Finanziert wird das 2,5 Millionen Kronen teure Vorhaben aus dem Topf von Realdania für besondere Stätten in der Landschaft. Das Projekt am Fuß des Damms schaffte es mit neun anderen in Dänemark durch das förderungswürdige Nadelöhr von Realdania. Die Kampagne „Stedet Tæller“ fördert Projekte in den Randbezirken, um das an die Stätte gebundene Potenzial weiter zu entwickeln und zu nutzen. Damit sollen die Erlebnisse vor Ort aufgewertet werden.

Vor fünf Jahren war schon ein Projekt bei der alten Schleuse in Ballum angedacht, deren Umsetzung aber scheiterte. „Realdania hatte damals eine Aussichtsplattform geplant, die als Art Balkon über den Deich Richtung Wattenmeer ragen sollte. Das wurde sowohl von der Naturschutzbehörde und dem vor allem auch dem Deichverband aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Der Deichverband befürchtete dadurch eine Schwächung des Deichs. Danach machte Realdania einen Rückzieher“, erläutert der Christian Kjær-Andersen, Fachbereichsleiter für die Grünanlagen der Kommune Tondern auf Anfrage.
Nun ist die praktische Umsetzung durch das Tonderner Unternehmen Kjelkvist A/S seit vergangene Woche an der Damm-Auffahrt angekurbelt.